Pneumatische Hubböden

- Darstellung: Unterschiedliche Hubboden-Höhen
Optimale Wassertiefe für alle Nutzer
Ein Schwimmbad soll gebaut werden, doch das Geld ist knapp - und schon werden erste Wünsche angemeldet:
- Sportvereine und Schwimmer wollen ein Becken mit einer Wassertiefe von1,80 m
- Familien und Kinder wollen in geringeren Wassertiefen Freude am Baden und Spielen haben
- für den Schwimmunterricht wird ein Lehrbecken mit optimaler Wassertiefe gebraucht
- die Träger verschiedener Sozialeinrichtungen benötigen für ihre physikalische Therapie unterschiedliche Wassertiefen.
Gerade die therapeutische Betreuung von alten Menschen und von körperlich oder geistig Behinderten ist in letzter Zeit bei der Nutzung von Schwimmbäder immer mehr in den Vordergrund getreten. All diesen unterschiedlichen Anforderungen durch entsprechend viele spezielle Becken gerecht zu werden, ist nicht möglich. Einen sehr guten Kompromiß stellen jedoch höhenverstellbare Zwischenböden - auch Hubböden genannt - dar. Solche Hubböden sind in verschiedenen Beckentiefen positionierbar.
Luft als Antriebsmotor
Obgleich der Zweck der auf dem Markt befindlichen Anlagen identisch ist, gibt es doch sehr unterschiedliche Lösungswege zur Verstellung der Hubböden. Der pneumatisch verstellbare Hubboden stellt nach unserer Auffassung die bessere Alternative dar. Dieser Konstruktion (nach einem Patent von Prof. Schuster, Berlin) liegt ein einfaches Funktionsprinzip zugrunde.
Luft ist leichter als Wasser und steigt vom Boden eines Schwimmbeckens nach oben. Daraus ergibt sich die Konzeption dieser Hubbodenanlage:
- Zum Verstellen des Hubbodens wird Luft aus Düsen im Beckenboden unter die Hubbodenplatte geblasen, wo sich die Luft in Caissons sammelt. Der Hubboden bekommt Auftrieb und schwimmt an die Wasseroberfläche.
- Nach dem Aufschwimmen an die Wasseroberfläche werden die der gewünschten Wassertiefe entsprechenden Auflager in den Beckenwänden pneumatisch herausklappt.
- Die Luftzufuhr für den Antrieb wird abgestellt und die angesammelte Luft entweicht durch kleine Ablaßöffnungen an der Bodenoberseite. (Diese Öffnungen sind so bemessen, daß beim Aufschwimmen weniger Luft entwicht, als durch die Bodendüsen zugeführt wird).
- Der Hubboden verliert an Auftrieb und sinkt auf die erwähnten Auflager ab. Hier ruht er sicher und unverrückbar durch sein Eigengewicht.
Eine saubere Lösung

- Hubboden
Der pneumatische Hubboden befindet sich ohne jegliche Verbindungselemente zum Becken ungefesselt im Wasser. Zusammen mit den im Abstand von etwa 1 m über die gesamte Breite eingelegten Kunststoffrosten bietet er wie kein anderes Hubbodensystem ideale hygienische Bedingungen:
- Der Beckenboden und die Beckenwände können glatt durchgefliest werden. Das ermöglicht die Reinigung des Beckenbodens unter der Hubbodenplatte mit einem handelsüblichen, automatisch laufenden Absauggerät. Dieses Gerät kann durch das leicht zu öffnende Mannloch hinabgelassen werden.
- Die Wasserführung und der Wasseraustausch im Becken erfolgen vertikal- so, als sei der Hubboden nicht vorhanden.
8 x 15 cm Technik

- Auflager
Soviel Mechanik ist auf den ersten Blick sichtbar, denn diese Abmessungen haben die GFK-Auflager, auf denen der Hubboden ruht. Sie werden mit Druckluft betrieben, die von einem Kompressor bezogen wird. Zur Versorgung der Luftdüsen im Beckenboden dient ein kleiner Radialventilator. Dieses Gebläse erzeugt einen Überdruck von etwa 1 bar und arbeitet ohne Druckbehälter (keine laufenden TÜV-Überprüfungen!).
Der Hubboden besteht aus hochwertigem GFK in Verbundbauweise mit einlaminierten Stahlgurten zur Erzielung hoher Steifigkeit und Festigkeit. Er trägt eine Verkehrslast von 2 kN/m2 und hat, je nach Spannweite, eine Bauhöhe von 20 bis 60 cm.
Für den Baustatiker gibt es keine Mehrarbeit: Für die Statik des Beckens braucht der Hubboden nicht berücksichtigt zu werden, da weder tiefe Gründungen im Beckenboden noch zusätzliche Verstärkungen erforderlich sind.
Die bauseitigen Leistungen sind äußerst gering: Lediglich die von KÖSTER gelieferten Rohre für die Auflager und die Luftversorgung der Bodendüsen müssen in die Schalung der Beckenwände eingesetzt werden.
Weniger Mechanik und mehr Betriebssicherheit,
Der pneumatische verstellbare Hubboden kommt im Becken ohne aufwändige mechanische oder hydraulische Mechanismen anderer Hubbodensysteme aus, die kostenintensive Wartungen und Reparaturen erfordern. Bei Störungen in der Mechanik unter diesen Hubböden muß das Becken stillgelegt und das Wasser abgelassen werden.
Hier bewähren sich einfache Konstruktionen immer wieder - so auch das pneumatische Auflagersystem von KÖSTER. Es enthält die einzigen mechanisch bewegten Teile der Hubbodenanlage. Diese sind denkbar einfach konstruiert und liegen außerhalb des Wassers im Keller, jederzeit erreichbar. Die Vorteile der Konstruktion machen sich auch in Hinblick auf die Folgekosten der Anlage schnell bezahlt: Alle eingebauten Teile - mit Ausnahme der elektrischen Geräte – sind korrosions- und verschleißfrei - und bedürfen daher keiner Wartung.
Alles aus einer Hand

- Schwimmbad mit Hubboden
Das Geld ist bewilligt worden, das Schwimmbad konnte gebaut werden, und der pneumatische Hubboden ist installiert.
Bevor es jedoch ins "nasse Vergnügen" gehen kann, erfolgt die Abnahme und die Übergabe der Hubbodenanlage an den Betreiber.
Das Team von KÖSTER gewährleistet termingerecht Fertigstellung der kompletten Anlage:
- Einbau des pneumatischen Systems mit Gebläse und Ventilen, einschließlich der Verlegung der Rohrleitungen
- Verlegung der elektrischen Leitungen, Einbau von Schaltschrank Bedienungstableau und Tiefenanzeige in der Schwimmhalle.
- Montage von Hubboden und Auflagern
- Einbau einer Schwingtreppe (auf Wunsch)
- TÜV-Abnahme der Gesamtanlage
