Schutzarten
Winden-Schutzart
ADLER Elektrowinden werden serienmäßig in Schutzart IP 54 nach DIN 40050 hergestellt. Auf Wunsch können die Winden auch in erhöhter Schutzart IP 55, IP 56 oder IP 65 geliefert werden.
Motor-Schutz
Motorschutzschalter
Der Motorschutzschalter stellt den einfachsten und kostengünstigsten Motorschutz dar. Er sollte auf jeden Fall der Elektrowinde vorgeschaltet werden. Es empfiehlt sich hier ein Motorschutzschalter, eingebaut in einem Isoliersteifgehäuse Schutzart IP 55 mit Bimetall- und magnetischem Schnellauslöser, abschließbar. In dieser Ausführung ist er als Hauptschalter zugelassen.
Auf Wunsch können im Motorschutzschaltergehäuse eingebaut werden: Not-Aus-Schalter, Signalleuchten, Arbeitsstromauslöser oder zusätzliche Hilfsschalter
Für Montagewinden mit ständig wechselndem Einsatzort ist ein an die Winde angebauter Motorschutzschalter zu empfehlen.
Motor- Isolierstoffklasse
ADLER-Elektrowinden werden serienmäßig mit Motoren in Isolierstoffklasse "F" geliefert. Der Einbaubremsmotor ist für 100% Luftfeuchtigkeit (tropenfest) und Umgebungstemperatur bis +60°C ausgelegt.
Thermischer Motorwicklungsschutz
Der thermische Motorwicklungsschutz besteht aus "in Reihe" geschalteten Thermofühlern, die in den Wickelkopf des Stators eingelegt werden. Die Thermofühler öffnen einen elektrischen Stromkreis bei Erreichen einer fest eingestellten Temperatur. Die von uns verwendeten Thermofühler entsprechen den internationalen Vorschriften, z. B. VDE 0631 für Temperaturbegrenzer. Die Schalttemperatur liegt für Motoren in Isolierstoffklasse "F" bei 132°C. Der zulässige Schaltstrom bei 250 V, 50 Hz beträgt 2,5 A. Der thermische Motorwicklungsschutz schützt die Motoren z.B. bei Überschreitung der ED-Zahl oder bei dauernder Überlast. Die Elektrowinden WE 1 bis WE 20 werden serienmäßig mit thermischem Motorwicklungsschutz ausgerüstet. Einen noch besseren Motorschutz bietet der Kaltleiter-Temperaturfühler.
Motor-Vollschutz durch Kaltleiter-Temperaturfühler
Der Motorschutz auf Kaltleiterbasis stellt heute nach dem Stand der Technik die wirksamste und zuverlässigste Schutzeinrichtung dar. Die Schutzeinrichtung setzt sich zusammen aus den Kaltleitertemperaturfühlern und dem dazu unbedingt erforderlichen Steuergerät. Auf Wunsch werden die Einbaubremsmotoren mit Drillingskaltleiter versehen. Die verwendeten Kaltleiter (PTC-Thermistoren) haben eine Nennansprechtemperatur (NAT) von 130°C und einen max. Widerstand bei Raumtemperatur von 750 Ohm. Als Steuergerät verwenden wir ein Thermistor-Vollschutzrelais mit automatischer Rückstellung, Selbstüberwachung und LED-Störmeldeanzeige.
Schutz gegen Überlast durch elektronischen Überlastungsschutz
Ein elektronischer Überlastungsschutz verhindert ein Überlasten der Hubanlage durch sofortiges Abschalten der Elektrowinde. Es wird fortlaufend die Motorleistung im Betriebszustand gemessen. Kommt es nach einer eingestellten Startüberbrückung (ca. 0,8 Sek.) zu einer Überlastung, schaltet das Gerät die Winde sofort ab. Ein weiteres Anheben der Last ist erst nach Betätigen der Entriegelung möglich.
Schutz des Motors gegen Kondenswasser durch Stillstandsheizung
Soll eine Elektrowinde im Freien aufgestellt werden und die klimatischen Bedingungen fördern eine Kondenswasserbildung im Innern der Winde, ist ein Einbaubremsmotor mit Stillstandsheizung erforderlich. Bei Herstellung des Stators wird ein Heizband mit einer Leistung - je nach Windengröße - von 12,5 bis 50 Watt in den Wickelkopf mit eingebunden. Hierdurch ist der Stator und die Bremse vor Korrosion geschützt.
Motoren für verschiedene Betriebsspannungen
Die ADLER-Einbaubremsmotoren für Elektrowinden WE 1 bis WE 10 sowie WE 20 Ausf. 50/4 u. 6 sind von ihrem Bremssystem so aufgebaut, dass bei Änderung der Betriebsspannung sich das Bremssystem automatisch auf die neue Spannung einstellt. Es sind die verschiedensten Betriebsspannungen in Drehstrom zwischen 200 und 690 Volt, 50/60 Hz lieferbar Die lieferbaren Betriebs- und Steuerspannungen sind der separaten Preisliste zu entnehmen. Der Einbaubremsmotor der WE 20 Ausf. 10/4 bis 20/8 ist mit einer Lamellenbremse für Bremsanschlussspannung 400 Volt mit Si-Einweggleichrichter standardmäßig ausgerüstet. Die Bremsspule ist für 168V Gleichstrom ausgelegt. Werden diese Motoren für andere Betriebsspannungen gewünscht, so muss die Bremse mit einem Trafogleichrichter der entsprechenden Spannungen ausgerüstet werden. Die Bremsspule für Bremsen mit Trafogleichrichter ist dann für 24 Volt Gleichstrom ausgelegt.
Wendeschütze und Steuertransformator
Die Elektrowinden sind in der Standardausführung mit Wende- und Hauptschütz ausgerüstet. Wendeschütze sind elektromagnetische Schaltgeräte, mit deren Hilfe man das Ein- und Ausschalten bzw. den Drehrichtungswechsel von Motoren über Befehlsgeräte steuert. Das allpolig abschaltende Hauptschütz ist nach den Sicherheitsbestimmungen erforderlich. Steuerspannung für die Betätigung dieser Wendeschütze ist normal Wechselstrom 230 V, 50 Hz. In Sonderfällen kann auch eine Schutzkleinspannung von z.B. 115V oder 24V als Steuerspannung vorgesehen werden. Diese Spannung wird dann durch einen zusätzlich erforderlichen Steuertransformator erzeugt. Ein Steuertransformator ist auch dann erforderlich, wenn bei der normalen Betriebsspannung von Drehstrom 400 V nur ein Netz ohne Mittelpunktleiter vorhanden ist. Auch bei abweichender Betriebsspannung von z.B. 500 V ist ein Steuertransformator 500/230 V erforderlich. Die Elektrowinden können auf Wunsch auch ohne Steuerung geliefert werden. Alle internen Anschlüsse sind dann auf Klemmleiste verdrahtet.
Details
Technische Daten
Anwendungsbeispiele
ADLER-Elektrowinde mit langer Trommel
ADLER-Elektrowinden für Beladeeinrichtungen
ADLER-Elektrowinde für größere Seilaufnahme
ADLER-Elektrowinde mit Bremslüfteinrichtung
ADLER-Elektrowinde mit Reserve-Handantrieb
ADLER-Elektrowinde mit Unterflanschlaufkatze
Seilgeschwindigkeiten
Drahtseil-Aufwicklung
Schutzarten
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