Pumpen

Ohne Pumpen geht es nicht!

Das menschliche Herz ist eine Pumpe. Pumpen sind das Herz aller Flüssigkeitskreisläufe. Sie transportieren Flüssigkeiten in Industrieanlagen, in privaten Haushalten, im Gewerbe und in der gesamten Wasserwirtschaft. Die ersten und ältesten Pumpen der Menschheit wurden bereits vor 2000 Jahren in der Wasserversorgung und in der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen eingesetzt. Pumpen bewegen das lebensnotwendige Element Wasser bis heute in sauberem oder belasteten Zustand, kalt oder warm, von größten bis zu kleinsten Förderströmen.

Spezialpumpen unterschiedlichster Bauart transportieren Rohöl in Pipelines über 1000 km, transportieren lebende Fische oder frische Tomaten von einem Ort zum anderen, flüssiges Metall in Kraftwerkskühlungen oder dosieren kleinste Flüssigkeitsmengen (0,001 Liter/h) in medizintechnischen Apparaten.

Welche Bauart einer Pumpe mit welcher Leistung letztendlich zum Einsatz kommt, hängt von drei wesentlichen Aspekten ab:

  • den physikalischen und chemischen Eigenschaften des Fördermediums
  • den Betriebsbedingungen
  • dem benötigten Förderstrom und der gleichzeitig benötigten Förderhöhe, beides im sogenannten "Betriebspunkt" einer Pumpe zusammengefaßt (z. B. 500 l/s bei 6 m Höhe)

Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Bauarten besteht darin, dass

  • in Kreiselpumpen die Flüssigkeit kontinuierlich strömt und der Pumpe die Druckenergie dadurch zugeführt wird, dass die Flüssigkeit von rotierenden Schaufeln permanent weitergeschoben wird.
  • in Verdrängerpumpen wie z. B. der Kolbenpumpe eine genau festgelegte Flüssigkeitsmenge auf der Saugseite der Pumpe eingeschlossen wird und dieses eingeschlossenen Flüssigkeitsvolumen durch mechanische Arbeit auf der Druckseite wieder herausgeschoben wird. Sie arbeiten nicht kontinuierlich, sondern oszillierend, pulsierend oder rotierend.

Abhängig von der spezifischen Drehzahl ändert sich die Bauart der Pumpen. Mit zunehmender spezifischer Drehzahl verläßt man den Bereich der oszillierenden Verdrängerpumpen und geht zu den rotierenden Verdrängerpumpen über. Von da geht es weiter zu den Kreiselpumpen, zuerst den radialen (bei denen das Fördermedium die Pumpenhydraulik in radialer Richtung durchströmt) über die halbaxialen bis zu den axialen Pumpen oder Propellerpumpen.


Das oben stehende Diagramm zeigt auf der Rechtsachse die spezifische Drehzahl und auf der Hochachse den jeweils erreichbaren Pumpenwirkungsgrad. Es ist gut zu erkennen, dass die spezifische Drehzahl nicht nur Verdrängerpumpen und Kreiselpumpen trennt, sondern dass auch innerhalb des Spektrums der Kreiselpumpen der Wirkungsgrad mit steigender Fördermenge sich noch einmal wesentlich erhöht.

Köster baut Propellerpumpen

KÖSTER hat sich innerhalb der großen Familie der Kreiselpumpen auf eine Type spezialisiert, die sogenannte Propellerpumpe oder Axialpumpe. Wie der Name sagt, ist sie eine Sonderform der Kreiselpumpe, bei der das Fördermedium das Laufrad (hier in Form eines Propellers) in axialer Richtung durchströmt. Propellerpumpen sind nicht selbstansaugend; der Propeller muss also stets vom Fördermedium überdeckt sein. Mit diesem seit ca. 100 Jahren gebauten Typ sind Förderhöhen bis ca. 10 m möglich (in der Sonderform des halbaxialen Propellers bis ca. 25 m), jedoch sehr große Förderströme bis über 20 m³/s entsprechend 72.000 m³/h. Dieser Leistungsbereich der Propellerpumpen legt auch ihre bevorzugten Einsatzgebiete fest:

  • Bewässerung in der Landwirtschaft
  • Entwässerung in der Landwirtschaft
  • Siedlungsentwässerung (Niederschlags- und Mischwasser)
  • Hochwasserschutz
  • Flüssigkeitsförderung und Rezirkulation in Objekten des Umweltschutzes und des Anlagenbaus
  • Förderung von Kühlwasser
  • Förderung von Oberflächenwasser
  • Rezirkulation/Kreisläufe in Industrieanlagen