Erfahrung, Innovation und Engagement
Die Friedrich Köster GmbH & Co. KG blickt auf fast 150 Jahre Firmengeschichte zurück: Schmiedemeister Joachim Martin Voss gründete die „Maschinenfabrik und Eisengießerei J. M. Voss“ 1861 in Rickelshof/Heide. Hergestellt wurden damals landwirtschaftliche Maschinen wie Pflüge, Ackerwalzen, Häcksel- und Dreschmaschinen und Rübenschneider. 1898 übernahmen die vier Schwiegersöhne des Gründers das Unternehmen. Zehn Jahre später zogen sich drei von ihnen aus dem Geschäft zurück. Der vierte, Ernst Köster, führte die Firma gemeinsam mit seinem Sohn Johann Friedrich Wilhelm weiter.
Ideen, die begeistern
Johann Friedrich Wilhelm Köster erwies sich nach Übernahme des Unternehmens als ideenreicher Firmenchef. Er gab der Firma nicht nur einen neuen Namen, sondern entwickelte auch Produkte, die dem damals rasant wachsenden Energiebedarf Rechnung trugen: Windkraftanlagen zur stationären Stromerzeugung und zur Be- und Entwässerung niedrig gelegenen Landes.
Neue Technologien schützen und helfen
Aufgrund der voranschreitenden flächendeckenden Elektrifizierung ging das Geschäft mit Windturbinen im Laufe der Jahre zurück. Als einer der ersten deutschen Konstrukteure entwickelte der erfindungsreiche Firmeninhaber Propellerpumpen für die Be- und Entwässerung, aber auch Tiefbrunnen- und Kegelpropellerpumpen sowie Fahrzeuge zum Freihalten der Fahrrinnen und Entwässerungsgräben (Priele) im Wattenmeer, die so genannten Stromräumboote. Seine Patente auf dem Gebiet der Pumpentechnik stellten ihn in eine Reihe mit den bedeutendsten deutschen Ingenieuren.
Maßgeschneiderte Lösungen
Auch zahlreiche Neukonstruktionen auf dem Hebezeugsektor gehen auf Friedrich Köster zurück, so z. B. Aufzugswinden für Heu, für Getreide und Mehl in Mühlenbetrieben sowie Aufzüge. Dabei handelte es sich stets um maßgeschneiderte Lösungen, die exakt auf die Erfordernisse der einzelnen Problemstellungen abgestimmt waren. Zu den weiteren Spezialkonstruktionen aus dem Hause Köster zählt u. a. die legendäre Blausandmaschine. Dieses Spezialfahrzeug zur Bodenverbesserung in der Landwirtschaft beförderte mit einem neun Meter in die Tiefe greifenden Dorn kalkhaltigen Boden aus geologisch alten Muschelbänken an die Erdoberfläche und verteilte diesen Naturdünger im gleichen Arbeitsgang auf dem Acker. Friedrich Köster erhielt insgesamt auf mehr als 50 seiner Erfindungen Patente.
Ausbildung für die Zukunft
Besonders am Herzen lag dem innovativen Unternehmer die Ausbildung von Nachwuchskräften. So begründete er eine firmeneigene Werksschule, in der die Auszubildenden von eigenen Lehrkräften unterrichtet wurden. Diese staatlich anerkannte Einrichtung war in ganz Schleswig-Holstein einmalig und bestand bis zum Jahr 1976. Die angegliederte Lehrwerkstatt existiert noch heute. Der Sohn Friedrich Kösters, Joachim Martin Friedrich, nahm im Sommer 1939 sein Ingenieurstudium auf, musste es aber aufgrund des 2. Weltkrieges und seiner Einberufung unterbrechen. Aus französischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, legte er 1948 sein Diplom ab. Sieben Jahre später trat er in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm die technische und kaufmännische Leitung der Firma KÖSTER. Auch Friedrich Köster jun. hat für zahlreiche eigene technische Neuentwicklungen Patente angemeldet, so z. B. für die Adler-Elektrowinden und eine grundlegend verbesserte Wellenmaschine für Schwimmbäder.

